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Gemeinsam schrauben für mehr Sicherheit

· 3 Minuten Lesezeit

Unser „Fahrrad-Fit“-Tag an der Realschule plus in Edenkoben​

Wie schon im letzten Jahr hieß es auch dieses Mal wieder: Ärmel hochkrempeln und Werkzeug raus! Gemeinsam mit der Realschule plus in Edenkoben haben wir erneut unseren Aktionstag „Fahrrad Fit“ veranstaltet. Das Hauptziel der Aktion ist klar: Die oft typischen Sicherheitsmängel an den Fahrrädern der Schülerinnen und Schüler zu beheben, damit alle sicher im Straßenverkehr unterwegs sind. Aber wer uns kennt, weiß: Wenn das Rad erst einmal auf dem Montageständer steht, machen wir keine halben Sachen!

Kleine Handgriffe, große Wirkung​

Neben den reinen Sicherheitschecks haben wir natürlich jede Menge anderer Mängel direkt vor Ort repariert:

  • Wackelnde Ständer wurden wieder festgeschraubt.
  • Schleifende oder schwache Bremsen wurden präzise nachgestellt.
  • Bockige Gangschaltungen haben wir wieder geschmeidig in Gang gebracht.

Nicht immer klappt alles sofort – und auch das gehört zu so einem Reparaturtag dazu: Als wir eine gebrochene Speiche austauschen wollten, stellten wir fest, dass die mitgebrachte Ersatzspeiche leider ein Stück zu kurz war. Diese Reparatur mussten wir schweren Herzens vertagen, aber die Schülerin weiß nun genau, was zu tun ist.

Skepsis, Neugier und ölige Finger​

Es ist jedes Mal aufs Neue eine riesige Freude, mit den Kids an ihren Rädern zu arbeiten. Sie sind unglaublich aufmerksam und wollen im Detail wissen, wie was funktioniert. Anfangs gab es bei dem einen oder der anderen natürlich kleine Berührungsängste. Der besorgte Spruch „Ich hoffe, es ist danach nicht schlimmer als vorher!“ sorgte für Schmunzeln. Doch genau das macht den Wert dieser Aktion aus: Die Jugendlichen lernen, Vertrauen in erfahrene Schrauber zu fassen – und vor allem lernen sie, dass man keine Angst vorm Selbermachen haben muss. Die wichtigste Erkenntnis des Tages: Wer eine Gangschaltung oder eine Kette wieder fit machen will, muss sich halt auch mal die Finger schmutzig machen!

Was rollt da eigentlich auf den Schulhof?​

Spannend sind auch die Beobachtungen am Rande: Eine klassische Klingel oder eine funktionierende, fest verbaute Lichtanlage sucht man an vielen Rädern heutzutage vergeblich. Zwar haben einige Schülerinnen und Schüler akkubetriebene Lichter dabei, die nach der Straßenverkehrsordnung (StVZO) auch völlig in Ordnung sind – aber ein klassischer Dynamo ist bei den Kids schlicht ausgestorben. Und ja, es macht manchmal kurz sprachlos, wenn man erlebt, dass mancher Jugendliche noch nie in seinem Leben eine Luftpumpe in der Hand hatte.

Aber ganz wichtig: Wir wollen hier überhaupt nichts kritisieren! Im Gegenteil: Wir freuen uns riesig, dass die Kids überhaupt mit dem Fahrrad unterwegs sind, zu uns kommen und die Bereitschaft mitbringen, zu lernen, wie sie sich im Alltag selbst helfen können. Ein Gewinn für beide Seiten

Für unser Reparatur-Team ist die Arbeit mit den jungen Leuten eine tolle Bereicherung. Es ist erfrischend zu sehen, wie ungeduldig, aber gleichzeitig wie enorm wissbegierig die Schülerinnen und Schüler sind.

Darüber hinaus ist der Tag auch für uns Helfer eine kleine Übung: Nicht jedem von uns fällt es auf Anhieb leicht, jeden Reparaturschritt für Laien einfach und verständlich zu erklären. So lernen an einem solchen Tag beide Seiten etwas dazu.

Fazit Im Großen und Ganzen war es wieder eine rundum gelungene und schöne Aktion! Ein herzliches Dankeschön an die Paul-Gillet-Realschule plus Edenkoben und alle engagierten Kids. Wir freuen uns jetzt schon auf das nächste Mal!

Fotos: J. Wolff