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Reparieren statt wegwerfen.

· 2 Minuten Lesezeit

Ein Ausflug in den Wald - oder bei schlechtem Wetter ins Museum - kann ein schönes Erlebnis sein. Und sogar ein notwendiger Besuch auf dem Wertstoffhofs hat etwas Besonderes: Es ist erstaunlich zu sehen, was dort alles abgebeben wird. Mal soll etwas einfach nur weg, mal wird es nicht mehr gebraucht - oder es ist bereits durch etwas Neueres ersetzt worden.

Gerade bei Elektroaltgeräten fällt oft die Menge auf: containerweise Elektroschrott. Auf den Hof achten die Mitarbeitenden sorgfältig darauf, dass die Geräte richtig abgelegt und nach Materialen getrennt werden. Das ist wichtig, damit wertvolle Rohstoffe zurückgewonnen und wiederverwertet werden können. Rund 80% der Gerätemasse werden dem Recycling zugeführt - dazu zählt auch das einfache Verbrennen als energetische Verwertung. Enthaltenden Metalle lassen sich häufig gut weiterverarbeiten, zum Beispiel für die Stahlerzeugung. Schwieriger wird es bei manschen Kunststoffen: Flammschutzmittel können ein hochwertiges Recycling behindern.

Quelle: BMUV

Was leider zu kurz kommt: Viel zu selten wird geprüft, ob Geräte noch funktionsfähig sind oder sich mit geringem Aufwand reparieren lassen. Dafür fehlt im Alltag oft die Zeit – und Reparaturen gelten schnell als zu teuer. Entsprechend liegt die Wiederverwendungsrate in Deutschland nur im einstelligen Prozentbereich. Zudem werden schätzungsweise pro Jahr mehr als eine Million Tonnen Elektroaltgeräte nicht erfasst – und damit auch nicht fachgerecht entsorgt. Wer einen anderen Weg beschreiten möchte, ist herzlich eingeladen unser Repair Café in Edenkoben zu besuchen. Dort schaut sich das Team die defekten Geräte genau an und versucht sie zu reparieren - was bislang in rund 75% der Fälle gelungen ist. Defekte Geräte können auch gespendet werden: entweder zur Reparatur oder - wenn eine Instandhaltung nicht mehr sinnvoll ist – als Ersatzteilspender.